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Reststoffentsorgung

Eisenmann Wirbelschichtfeuerung

Schema Eisenmann Wirbelschichtofen
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Schema Eisenmann Wirbelschichtofen

Schema Eisenmann Wirbelschichtofen

Der Eisenmann Wirbelschichtofen wird hauptsächlich zur thermischen Verwertung von zerkleinerten festen und pastösen Reststoffströmen verwendet. Ebenso wird er in Sonderanlagen, wie z.B. für die Vergasung von Kunst-
stoffabfällen, eingesetzt.

Je nach Bedarf kann die Eisenmann-Wirbelschicht-
feuerung entweder als Einzelkomponente oder als komplette Systemlösung geliefert werden. Die System-
lösung umfasst eine nachgeschaltete, perfekt auf das entstehende Rauchgas zugeschnittene Abwärmenutzung und Rauchgasreinigung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen.

 

Eine stationäre Wirbelschichtfeuerung lässt sich grundsätzlich in drei Abschnitte untergliedern:

Windbox

  • Eintrag von Wirbelluft mit erhöhtem Druck
  • Abschluss nach oben durch den Düsenboden

Sandbett / Wirbelbett

  • Besteht je nach Anwendungsfall aus Inertmaterial, aus dem Ausgangsstoff oder einem katalytisch wirkenden Sondermaterial
  • Wird durch aufwärtsgerichteten Wirbelluftstrom fluidisiert
  • Die hohen Turbulenzen innerhalb des Wirbelbetts verursachen einen sehr guten Stoff- und Wärmeübergang
  • Anordnung oberhalb des Düsenbodens

Freeboard

  • Freier Raum oberhalb des Wirbelbettes
  • Nachverbrennung der im Wirbelbett entstandenen Rauchgase
  • Es wird keine separate Nachbrennkammer benötigt

Einsatzgebiete

  • Verbrennung fester Reststoffe (Biomasse, Ölschiefer)
  • Verbrennung pastöser Reststoffe (Ölschlamm, Klärschlamm)

Vorteile

  • Maßgeschneiderte Lösung
  • Hohe Flexibilität beim Eingangsmaterial
  • Hoher energetischer Wirkungsgrad durch optimalen Stoff- und Wärmeübergang
  • Homogene Verbrennung
  • Keine beweglichen Teile im Verbrennungsbereich
  • Ideal auch für autotherme Verbrennung von niederkalorischen Edukten

Die Eisenmann Wirbelschichtfeuerung entlastet die nachgeschaltete Rauchgasreinigung, da saure Bestandteile (z.B. Halogene, Schwefel) bereits im Wirbelbett durch Einbringung von Additiven (z.B. Kalkstein) gebunden werden können.

Eisenmann Pyrobustor® Zweikammer-Drehrohrofen

Pyrobustor® Zweikammer-Drehrohrofen
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Pyrobustor® Zweikammer-Drehrohrofen

Schematische Darstellung des Eisenmann Pyrobustor®- Zweikammer-Drehrohrofens

Der von Eisenmann entwickelte und patentierte Pyrobustor wird zur optimalen Klärschlammver-
brennung
für Durchsätze von bis zu 1.000 kg/h getrocknetem Klärschlamm eingesetzt.

Je nach Bedarf kann der Pyrobustor entweder als Einzelkomponente oder als komplette Systemlösung geliefert werden. Die Systemlösung umfasst zusätzlich eine nachgeschaltete, perfekt auf das entstehende Rauchgas zugeschnittene Abwärmenutzung sowie eine entsprechende Rauchgasreinigung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften.

Im Pyrobustor laufen zwei Verfahrensschritte nacheinander ab, dabei wird heizwertreicher, getrockneter Klärschlamm in Pyrolysegas und deponierfähige Asche umgesetzt:

  • 1. Stufe Pyrolyse: Das Material wird in die Pyrolysekammer aufgegeben und pyrolysiert. Der dabei erzeugte Koks wird in die Oxidationszone des Pyrobustors gefördert und dort vollständig verbrannt. Das heizwertreiche Pyrolysegas kann als Brennstoff in nachfolgenden Prozessschritten, wie z.B. der Nachverbrennung der entstandenen Rauchgase, verwendet werden.
     
  • 2. Stufe Oxidation: Der Pyrolysekoks wird in der Oxidationszone vollständig zu Asche verbrannt. Das hierbei erzeugte heiße Rauchgas wird über einen Ringspalt an der Pyrolysekammer vorbeigeführt und deckt so durch indirekten Wärmeeintrag den Energiebedarf der Pyrolyse.

Die anfallende inerte Asche wird in Richtung Ascheaustrag gefördert, dabei wird ein Teil der in ihr enthaltenden Wärmeenergie an die Oxidationszone des Pyrobustors zurückgeführt, gleichzeitig wird die Asche abgekühlt.

Gesamtkonzept Klärschlammverbrennung
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Gesamtkonzept Klärschlammverbrennung

Gesamtkonzept Klärschlammverbrennung

Die in den heißen Rauchgasen gespeicherte Wärme kann je nach Anforderung zur Erzeugung von Dampf oder zur Erhitzung von Thermoöl bzw. Prozesswasser genutzt werden.

Vorteile

  • Effizienter und technisch sicherer Betrieb
  • Langjährige Betriebserfahrung
  • Für kleine Massenströme ab 400 kg/h geeignet
  • Ideal für dezentrale Klärschlammverbrennung vor Ort
  • Daraus resultieren: Entsorgungssicherheit, Vermeidung von Mülltourismus und Einsparung von Betriebskosten durch Nutzung der im Klärschlamm gespeicherten Energie
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Eisenmann Drehrohrofen

Eisenmann Drehrohrofen in Ganzstahlausführung
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Eisenmann Drehrohrofen in Ganzstahlausführung

Funktionsprinzip Eisenmann Drehrohrofen in Ganzstahlausführung / Gegenstrom

Die von Eisenmann eingesetzten Drehrohröfen werden zur thermischen Verwertung von festen und pastösen Abfällen eingesetzt. Je nach Edukt kommen dabei sowohl Drehrohröfen in ausgemauerter als auch in Vollstahlaus-
führung zum Einsatz. Ob der entsprechende Drehrohrofen im Gleich- oder im Gegenstromverfahren betrieben wird ist ebenfalls abhängig vom Edukt. Periphere Anlagenteile, wie z.B. Eduktlagerung und –aufbereitung, Beschickungssys-
teme, Abwärmenutzung sowie speziell zugeschnittene Rauchgasreinigungssysteme, werden von Eisenmann passend zu Ihren und den aus dem Edukt resultierenden Anforderungen geplant und geliefert.

Der Eisenmann Drehrohrofen kann in folgenden Ausführungen geliefert werden:

  • Direkt oder indirekt beheizt
  • Im Gegenstromprinzip (Anordnung von Brenner und Materialaufgabe erfolgen an gegenüberliegenden Stirnseiten) oder im Gleichstromprinzip (Anordnung von Brenner und Materialaufgabe erfolgen auf derselben Stirnseite)
  • Ganzstahl (T < 650 / 700 °C) oder ausgemauert (T > 700 °C)

Einsatzgebiete

Thermische Behandlung fester Reststoffe

  • Sonderabfallverbrennung
  • Munitionsvernichtung
  • Verbrennung toxischer Stoffe
  • Verbrennung von POPs („Persistent Organic Pollutants“ – Langlebige organische Schadstoffe)
  • Klärschlammverbrennung / getrockneter Klärschlamm
  • Entölung von Walzspänen und Walzzunder
  • Schredderrückstandsverbrennung
  • Verbrennung von Restfraktionen aus Haus- / Gewerbemüll
  • Thermische Behandlung von kontaminierten Böden

Thermische Behandlung pastöser Reststoffe

  • Ölschlammentsorgung / Raffinerieschlammverbrennung
  • Sonderabfallverbrennung
  • Verbrennung toxischer Stoffe 

Vorteile

  • Universeller Einsatz für eine Vielzahl von Anwendungen
  • Robuste Bauweise
  • Sehr hohe Flexibilität
  • Maßgeschneiderte Lager- und Beschickungskonzepte
  • Individuelle Bauformen

Eisenmann Turaktor® Hochturbulenz-Brennkammer

Blick ins Innere eines Turaktor®s
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Blick ins Innere eines Turaktor®s

Blick ins Innere eines Turaktor®s

Die Eisenmann Turaktor Hochturbulenz-Brennkammer wird zur optimalen thermischen Behandlung von Flüssigkeiten, Suspensionen, Schadgasen und Stäuben bei Temperaturen bis zu 1.400 °C eingesetzt.

Die thermisch zu behandelnden Materialien werden über eine Beschickungs-
lanze in den Reaktorraum eingedüst. Dadurch entstehen in der Turaktor Hochturbulenz-Brennkammer Turbulenzen, die einen optimalen Stoff- und Wärmeübergang erzeugen.

Variante 1

Funktionsprinzip Turaktor® - Variante 1
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Funktionsprinzip Turaktor® - Variante 1

Funktionsprinzip Turaktor® - Variante 1

Die zu behandelnden Stoffe (z.B. Flüssigabfall) werden in den Turaktor in die aufsteigende spiralförmige Heißgasströmung eingedüst. Dabei vermischt sich das Edukt mit den aufsteigenden Heißgasen. So kann eine Stoffumwandlung in Sekundenbruchteilen und eine vollständige Oxidation der eingedüsten Stoffe gewährleistet werden.

Die entstehenden Reaktionsprodukte fallen je nach Aufgabenstellung als Recycling-Materialien (z.B. Edelmetallrückgewinnung) oder als inerte Asche zur Deponierung an.

Variante 2

Funktionsprinzip Turaktor® - Variante 2
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Funktionsprinzip Turaktor® - Variante 2

Funktionsprinzip Turaktor® - Variante 2

Diese Variante kommt bei stark schlackebildenden Reststoffen zum Einsatz.
Der Brenner ist im Kopf der Turaktor Hochturbulenz-Brennkammer angeordnet. Aufgrund der speziellen Bauart des Brenners und der tangential ausgerichteten Anordnung der Eduktlanzen im Brennerbereich werden gezielt hohe Turbu-
lenzen erzeugt, die eine komplette Oxidation der Schadstoffe gewährleisten. Die Abgase werden zusammen mit der sich bildenden Schlacke im unteren Bereich des Turaktors abgezogen.

Je nach Bedarf kann der Eisenmann Turaktor entweder als Einzelkomponente oder als komplette Systemlösung geliefert werden. Die Systemlösung umfasst eine nachgeschaltete, perfekt auf das entstehende Rauchgas zugeschnittene Abwärmenutzung und Rauchgasreinigung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften.

Einsatzgebiete

Entsorgung toxischer Flüssigkeiten und Gase

Niedrigkalorische flüssige oder gasförmige Reststoffe werden direkt von oben in die Hochturbulenz-Brennkammer eingespeist. Höherkalorische flüssige oder gasförmige Reststoffe hingegen werden in die Vorbrennkammer des Turaktors aufgegeben, um so den in ihnen enthaltenen Heizwert effizient nutzen zu können.

Die Eisenmann Turaktor Hochturbulenz-Brennkammer wird bei Bedarf mit einer Abwärmenutzung und mit einer nachgeschalteten, auf die Erfordernisse des Rauchgases zugeschnittenen Rauchgasreinigung z.B. mit Quenche, Waschkolonnen und Nasselektroabscheider ausgerüstet.

Entsorgung schlackebildender Flüssigkeiten

Nach der Oxidation der Schadstoffe bei 1.100 °C werden die Rauchgase zusammen mit den flüssigen Schlacken im unteren Bereich der Turaktor Hochturbulenz-Brennkammer abgezogen und schlagartig in einer unterhalb des Turaktors angeordneten Quenche abgekühlt.

Die erstarrten Schlacken können dadurch einfach entfernt werden. Das gekühlte Rauchgas wird in einer nachgeschalteten umfangreichen Rauchgasreinigung gemäß den gesetzlichen Vorgaben abgereinigt.

Thermische Behandlung von

  • Langlebigen organischen Schadstoffen (POPs = Persistent Organic Pollutants)
  • Sonderabfällen / toxischen Stoffen
  • Schadgasen
  • Flüssigen Abfällen und Produktionsrückständen
  • Edelmetall-Rückgewinnung
  • Katalysator-Regenerierung

Eisenmann Chambustor® Kammerofen

Funktionsschema Eisenmann Chambustor® Kammerofen
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Funktionsschema Eisenmann Chambustor® Kammerofen

Funktionsschema Eisenmann Chambustor® Kammerofen

Der von Eisenmann entwickelte Chambustor Kammerofen wird beispielsweise zur Rückgewinnung von Edelmetallen aus festen bzw. pastösen Stoffen eingesetzt. Ebenfalls kommt der Chambustor Kammerofen bei einer umweltschonenden Beseitigung hochtoxischer bzw. kontaminierter Stoffe zum Einsatz.

Der Chambustor als technische Umsetzung des Batch-Verfahrens stellt die wirtschaftliche Lösung bei der Entsorgung kleinerer und/oder diskontinuierlich anfallender Reststoffmengen dar.

Die thermisch zu behandelnden Stoffe werden in Muffeln oder Wannen überführt. Die Beschickung des Chambustors kann automatisch oder manuell erfolgen. Flüssigabfälle können in offenen Fässern kontrolliert verdampft werden.

Ausführung

  • Kammerofen (diskontinuierliche Betriebsweise / Batchbetrieb)
  • Rollenofen (kontinuierliche Betriebsweise)
  • Herdwagenofen (quasikontinuierliche Betriebsweise)

Einsatzgebiete

Der Eisenmann Chambustor Kammerofen wird u.a. auch bei der sicheren Munitionsentsorgung eingesetzt. Darüber hinaus kommt er in folgenden Fällen zum Einsatz:

  • Entölung von Metallspänen und Walzzunderschlämmen
  • Edelmetallrückgewinnung
  • Katalysatorregenerierung
  • Verwertung kontaminierter Böden
  • Behandlung von Sonderabfällen / toxischen Stoffen

 

Vorteile

  • Umsetzung organischer Anteile durch Oxidation
  • Wirtschaftliches Verfahren für die thermische Behandlung von kleinen Reststoffmengen
  • Diskontinuierlicher Betrieb
  • Temperaturen bis zu 1.000 °C möglich
  • Individuelle Ausführung

Kontakt

Ansprechpartner

Name

Johannes  Etter

Firma

Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG

Environmental Technology

Telefon

work T
+49 7031 78-2894
fax F
+49 7031 78-222894
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