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Neues Forschungsprojekt von Eisenmann: Mehr Effizienz bei der Lackierung durch nachhaltiges Wassermanagement

Böblingen, 22. März 2017 – Eine deutliche Wasserreduktion bei der Lackierung ist nur ein Ziel des neuen Forschungsprojekts von Eisenmann zur Dekontamination von industriellen Wässern und Lacken (DiWaL). Im Verbund mit drei weiteren Industriepartnern und zwei Forschungseinrichtungen entwickelt Eisenmann innovative Wassermanagement- und Anlagenkonzepte für die Oberflächenvorbehandlung und die elektrophoretische Tauchlackierung. DiWaL wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist mit einem Projektvolumen von 2,9 Millionen Euro ausgestattet.

Ziel des über drei Jahre angelegten Forschungsprojekts ist es, den Einsatz von Bioziden in den Prozessflüssigkeiten zu unterbinden und die notwendigen Mengen an Frisch- und Abwasser deutlich zu verringern. Durch die effiziente Kontrolle der mikrobiologischen Belastung der Prozessflüssigkeiten wird eine optimale Beschichtungsqualität beibehalten, Nacharbeiten entfallen, der Lackbedarf wird optimiert, die Ressourceneffizienz gesteigert und die Betriebskosten sinken. „In dem Projekt setzen wir auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Behandlungsprozesses und wenden dynamische Verfahrenssimulationen sowie intelligentes Prozessmonitoring an“, erklärt Georg Fröhlich, Projektkoordinator von der Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG.

Die Entkeimung der Prozessflüssigkeiten im Tauchlackierprozess geschieht erstmalig rein physikalisch und automatisierbar mittels der Elektroimpulstechnologie. So werden chemische Wirkstoffe deutlich reduziert. Durch Spannungsimpulse bilden sich Poren in der Zellmembran von Mikroorganismen, wodurch Zellflüssigkeit aus den Mikroorganismen austritt und diese dann absterben. Auch trübe Flüssigkeiten mit multiresistenten Keimen können mit dieser Technologie behandelt werden.

DiWaL bündelt die Kompetenz des Anlagenbauers Eisenmann, der Lackhersteller Emil Frei und PPG Deutschland sowie des Automobilherstellers der BMW Group mit denen der Hochschule Pforzheim und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Das vom KIT koordinierte Verbundprojekt zur Dekontamination von industriellen Wässern und Lacken begann am 1. November 2016 und endet zum 31. Oktober 2019.

Über Eisenmann

Eisenmann zählt zu den international führenden Anbietern von Anlagen und Dienstleistungen in den Bereichen Oberflächentechnik, Materialfluss-Automation, Thermoprozess- und Umwelttechnik. Seit mehr als 65 Jahren berät das süddeutsche Familienunternehmen Kunden und baut flexible, energieeffiziente und ressourcenschonende Anlagen nach individuellen Anforderungen für die moderne Produktion und Intralogistik. Eisenmann ist in Europa, Amerika und den BRIC-Staaten an 26 Standorten in 14 Ländern mit rund 3.600 Mitarbeitern vertreten und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 907 Millionen Euro (2015)

Zur Reinigung von Prozesswässern entwickelt Eisenmann mit seinen Verbundpartnern innovative Wassermanagement- und Anlagenkonzepte für die Oberflächenvorbehandlung und die elektrophoretische Tauchlackierung.
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Zur Reinigung von Prozesswässern entwickelt Eisenmann mit seinen Verbundpartnern innovative Wassermanagement- und Anlagenkonzepte für die Oberflächenvorbehandlung und die elektrophoretische Tauchlackierung.

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